Kunst Raum Riehen

Visions and Dreams. Piero Fogliati, Glaser/Kunz

20.05. - 09.07.2017

In der Ausstellung "Träume und Visionen" treffen Künstler aus zwei verschiedenen Generationen aufeinander. Sowohl der in Canelli/Asti geborene Piero Fogliati (1930 bis 2016) als auch das Zürcher Künstlerpaar Glaser/Kunz, Daniel Glaser (1968) und Madgalena Kunz (1972), schaffen Projektionen und Rauminstallationen, denen sich der Betrachter kaum entziehen kann. Beide laden den Zuschauer ein, in eine eigene Welt zu tauchen, die von Sinneseindrücken und Wahrnehmungen geprägt ist, wobei die Unterscheidung zwischen Realität und Illusion schwierig wird.

Internationale Bekanntheit erlangte Fogliati an der XLII. Biennale di Venezia 1986 mit "Edicola delle Apparizioni" (der Kiosk der Erscheinungen), einem leeren Raum, in dem einzelne Bilder vor den Augen der Zuschauer aus dem Nichts auftauchen und wieder verschwinden. Die Erforschung von Licht und seiner Phänomene oder von Geräuschen waren zeitlebens zentrale Themen seines Wirkens und er wollte eine "Città Fantastica" schaffen, in der die Geräusche, das Licht und die Wasserströme zu ästhetischen Elementen werden. In der Ausstellung "Träume und Visionen" sind verschiedene seiner mittlerweile musealen optischen und akustischen Werke zu erleben.

Zu Fogliatis Werken wurde das Künstlerduo Glaser/Kunz eingeladen, ihre Visionen und Wahrnehmungen zu präsentieren. Die beiden Zürcher Künstler sind mit ihren "Kinematografischen Skulpturen" bekannt geworden, einer Verbindung von Skulptur, Film und Rauminstallation. Dabei weiss der Besucher zunächst nicht, ob er einer Live-Performance beiwohnt oder einer Inszenierung mit Projektionen. Glaser/Kunz erzählen mit ihren Bildwelten Geschichten, sprechen von Sehnsüchten oder Träumen.

Sowohl Fogliati als auch Glaser/Kunz spielen mit der Realität und verführen die Besucher, sich auf neue Welten einzulassen, wobei oft unklar bleibt, ob diese überhaupt existieren oder reine Illusion sind.

Kuratiert von: Sue Irion und Dominique Mollet

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Foto: Claudio Cassano
Foto: Claudio Cassano